Bezahlen und Handeln mit Bitcoins

Der Begriff Bitcoin oder Bitcoins stammt aus dem Englischen und ist mit „digitaler Münze“ zu übersetzen. Es handelt sich hierbei um ein dezentrales Zahlungssystem und parallel dazu um eine digitale Geldeinheit. Im Jahr 2008 kam dieses Zahlungssystem erstmals unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto zum Einsatz. Ab diesem Zeitpunkt unterliegt der Bitcoin einer stetigen Weiterentwicklung.

Bezahlen und Handeln mit Bitcoins
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Bitcoin – Wertentwicklung damals und heute

Zu Beginn verfügten Bitcoins über keinen Wert, welcher durch andere Währungen zu beschreiben wäre. Jedoch bereits zwei Jahre nach dem ersten Einsatz handelten Personen sogenannter Bitcoin Talk-Foren Wechselkurse aus. Zwischen 2010 und 2011 bewegte sich der Wechselkurs (US Dollar in Bitcoins) lediglich im einstelligen Bereich. Ab dem Jahr 2012 war ein Anstieg zu verzeichnen.

Aufgrund zunehmender Verbreitung der Währung verstärkte sich der Aufwärtstrend ab 2013, welcher sich unaufhaltsam in den dreistelligen Bereich bewegte. Im Jahr 2016 lag der Bitcoin Wert bei rund 450 US Dollar. Im Februar 2017 erreichte dieser eine erneutes Allzeithoch bei fast 1.200 US Dollar. Experten gehen mitlerweile von einer Entwicklung bis zu 10 000 Dollar in den nächsten Jahren aus!

Wallets als Basis zum Bezahlen mit Bitcoins

Grundsätzlich unterscheidet sich die Zahlung mit dieser elektronischen Währung von bis dato bekannten Methoden. Ebenso elektronisch wie das Zahlungsmittel selbst ist auch die dazugehörige Geldbörse, das sogenannte Wallet.

Jeder Nutzer kann sich mehrere Wallets anlegen. Dies ist insofern sinnvoll, als dass es Dritten möglich ist, zu erfahren, welche Gesamtsumme sich aktuell im Wallet des anderen befindet. Experten empfehlen diesbezüglich, nur Wallets mit geringem Guthaben für mobile Zahlungen zu nutzen. Das gesamte Guthaben ist in einem anderen Wallet aufzubewahren, welches nicht für den Einkauf bestimmt ist.

Es gibt verschiedene Arten von Wallets, die sich in puncto Einsatzort unterscheiden. Vor Transaktionen müssen Nutzer entsprechende Wallets (hybrid oder webbasiert) auf dem Smartphone oder dem PC anlegen. Durch regelmäßige Datensicherungen wird weiter ermöglicht, das Guthaben abzusichern. Eine Speicherung ist offline und extern problemlos möglich.

Einkaufen und Handeln mit dem Bitcoin

Verfügen Teilnehmer über mindestens ein Wallet, können sie mit anderen Teilnehmern Geschäfte abwickeln. Einkaufen mit Bitcoin gleicht damit einer Banküberweisungen. Es fallen pro Aktion bestimmte Kosten an. Bei diesen innovativen Transaktionen ist jedoch lediglich die Bitcoinadresse vom Zahlungsempfänger notwendig, um die jeweilige Transaktion abzuschließen.

Eine entsprechende Bestätigung durch denselbigen kann jedoch ausbleiben. Grundsätzlich ist es jedoch nicht notwendig, dass der Zahlungsempfänger mit de Netzwerk verbunden ist. Lediglich der Sender von Bitcoins muss eine kurze Verbindung herstellen, um den gewünschten Betrag zu überweisen.

Zu beachten ist, dass eine rückwirkende Abwicklung der getätigten Transaktion nicht möglich ist. Dies gilt auch für das Einziehen von Guthaben anderer Konten (Vergleich Lastschriftverfahren).

Es gibt bereits verschiedene Anbieter, wo man Produkte oder Dienstleistungen mit Bitcoins erwerben kann. Im Großen und Ganzen hinken allerdings die meisten der Entwicklung hinterher oder schätzen diese noch falsch ein. Wenn der Bitcoin weiter an Stärke und Akzeptanz gewinnt, dann werden viele Anbieter nachrüsten müssen.

Darüber hinaus gibt es im Internet mittlerweile unterschiedliche Methoden, um mit Bitcoins Geld zu verdienen. Dies ist möglich mithilfe von einem Netzwerk, Affiliate-Programmen, in Bitcoin-Casinos, in Foren der Social Media, mit Fundraising, mit Mining, als nachhaltige Anlage oder auch beim MLM. Bevor Sie allerdings in diverse Programme viel Geld investieren, können Sie sich die Anbieter der Programme erstmal etwas näher anschauen und dann entscheiden.

Steuerliche Details innerhalb der EU

In Deutschland zählen Bitcoins seit Sommer 2013 zur Kategorie „privates Geld“. Sobald Gewinne beim Verkauf dieser Währung erzielt werden, unterliegen sie der Einkommenssteuer. Ähnliches gilt auch für andere Transaktionen beziehungsweise Geschäfte mit Bitcoins.

Da Bitcoins seit Herbst 2015 definiert als Währung eingestuft sind, fällt beim An- und Verkauf dieser innerhalb der EU keine Mehrwertsteuer an.

Haben Bitcoins gute Chancen zur Etablierung?

Zahlreiche Finanzexperten beschäftigen sich mit diesem Thema. Einerseits ist eine verstärkte Nutzung der elektronischen Währung zu verzeichnen. Gegner betonen jedoch, dass die fehlende Machtbasis in Form von materiellem Background wie Silber und Gold komplett fehlt.

Entsprechend prophezeien sie den gesicherten Untergang dieser Internetwährung. Dem gegenüber gehen jedoch sämtliche Trends der Neuzeit in Richtung bargeldloses Bezahlen. Entsprechend scheint der Bitcoin eine Weiterentwicklung zu kennzeichnen, die eine gesicherte Zukunft voraussagt.

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